Beim Goldpreis sehen wir Parallelen zur Krise 2008

Auch dies ist aktuell eher positiv für den Goldpreis. Einer der wirtschaftlichen Sensoren, der in krisenhaften Situationen beinahe traditionell als erster anschlug, war der Goldmarkt und das, obwohl behördlich angeordnete Schutzmaßnahmen, etwa die Filialschließungen in Deutschland, für ein Erliegen des stationären Verkaufs sorgten. Um diese ist es nicht immer zum Besten bestellt. Dennoch ist der Goldmarkt derzeit nahezu leergefegt. Die Auswirkungen sind derzeit weder abseh- noch bezifferbar. Es gibt einige Indikatoren, die darauf hindeuten, dass sich Gold über die nächsten zwölf Monate hinaus hervorragend entwickeln wird. Somit wächst die weltweite Menge an Gold beständig an. Die Corona-Pandemie hat mit der Ausbreitung von Asien nach Europa und wenig später in die USA die globale Wirtschaft in Schockstarre versetzt. Keineswegs. Aber erst ein kurzer Blick zurück auf letzte Woche. Das goldene Metall, es ist wieder in aller Munde. Eine ähnliche Entwicklung gab es zuletzt nach der Finanzkrise im Jahre 2011. Ist damit die Rallye vorbei? Damit erreicht das Edelmetall ein historisches Allzeithoch. Fiel dieser noch Mitte März auf den Jahrestiefststand von 1.339 Euro die Feinunze, folgte in den letzten Wochen ein rasanter Aufstieg um gut 19 Prozent auf 1.589 Euro, wie die Daten der London Bullion Market Association (LBMA) zeigen.

Und bei einem ETF eine Wette auf den Goldpreis. Das Gleiche gilt für die Nachfrage nach wertvollem Goldschmuck: Nur wer es sich leisten kann, legt sich diese Luxusgüter zu. Für Anleger ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Nachmittags um 15.00 Uhr wiederholt sich das Spiel. Dieser kostet je nach Bank 50-100 Euro pro Jahr. Ganz gleich ob in Form von Münzen, Barren oder mit physischem Gold abgesicherten Wertpapieren: Erst ab einer gewissen Einkommenshöhe fragen Menschen Gold in größeren Mengen nach. Die Entwicklung des Volksvermögens und das Wirtschaftswachstum eines Landes oder einer Region sind langfristig wichtig für die Goldpreisentwicklung, denn Phasen der Hochkonjunktur wirken sich sehr günstig auf die Goldnachfrage aus. Gut beobachten lässt sich dies beispielsweise an der Entwicklung der privaten Goldnachfrage in China, die in den letzten Jahren explosionsartig gewachsen ist.

Einheitenumrechnung für den aktuellen Goldpreis:

Bis heute Vormittag kann der Goldpreis dieses erhöhte Niveau um die Marke von 1.770 Dollar halten mit aktuell exakt 1.770 Dollar. Das haben wir auch in der Finanzkrise 2008 gesehen. Da fliehen die Anleger folgerichtig aus risikobehafteten Anlagen wie Aktien, womit der Sichere Hafen Gold automatisch attraktiver wird. Die ständigen schlechten Nachrichten aus den USA zu immer höheren Corona-Zahlen schüren die Ängste vor einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaftstätigkeit. Ein Dutzend Banken aus aller Welt nimmt daran teil. Der Dax verlor seit Freitag Mittag gut 250 Punkte, der Dow Jones gut 600 Punkte. Der Dow 30 rutscht seitdem um fast 400 Punkte. Der Markt ist aktuell in einem kleinen Risk Off Modus. Aktien runter, Gold rauf. Dieses Szenario funktioniert nicht immer, aber dieses Mal übers Wochenende hat es funktioniert.